Schulphilosophie


Am Schul- und Studienzentrum herrscht ein wertschätzendes Verhältnis zwischen Lehrenden und Schülerinnen sowie Schülern. Die Auszubildenden sollen dadurch Freude an der Ausbildung sowie im späteren Berufsleben erhalten. Mit unserer Ausbildungsgestaltung möchten wir erreichen, dass sie als engagierte, teamfähige, kreative Persönlichkeiten ihren Berufsalltag aus Überzeugung meistern.


 

Solidarität leben...

dazu ein wunderbares Beispiel aus unserem Klinikum:

Murtaza Ramazanzada, Krankenpflegeschüler im dritten Ausbildungsjahr.
"Wir schaffen das – und zwar alle gemeinsam." Mit diesem Aufruf findet unser Auszubildender Murtaza Ramazanzada weltweit Gehör. In den Sozialen Medien wird seine Botschaft bereits in verschiedene Sprachen übersetzt. Antenne Bayern, die Bildzeitung und die FAZ haben mit Ihm ein Interview geführt.
 Schon während der Flüchtlingskrise berührten ihn die Worte „Wir schaffen das“ von Frau Merkel und ließen ihn auf eine gewalt- und kriegsfreie Zukunft in Deutschland hoffen.

…anbei sein persönliches Statement zum Thema Solidarität:
"...Ich bin 27 Jahre und Krankenpflegeschüler am Klinikum Neumarkt und daher „systemrelevant“.

Im November 2015 kam ich nach Deutschland. In Afghanistan habe ich bereits nach einer Sanitätsausbildung von 18 Monaten drei Jahre im Militärkrankenhaus in Kabul gearbeitet. Dort versorgten wir hauptsächlich Patienten mit Schussverletzungen, viele der Patienten waren auch an Tuberkulose erkrankt. Die Flucht bestritt ich mit meiner Familie über die Länder Iran, Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Österreich und Deutschland.
Nach dem intensiven Erlernen der Sprache startete ich im September 2017 ein mehrmonatiges Praktikum bei uns am Klinikum im Pflegebereich. Im März 2018 begann meine dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.
Solidarität erlebe ich in Deutschland vielfältig und verschiedenartig. Bereits bei meiner Ankunft 2015 in München während der Flüchtlingskrise wurde ich freundlich aufgenommen und trotz der vielen geflüchteten Menschen spürte ich die Solidarität und Hilfsbereitschaft untereinander. In Krisen zeigt es sich, ob Menschen zusammenhalten oder nicht. Jetzt – mitten in der Coronakrise-  kann sich JEDER und JEDE solidarisch zeigen, indem sie sich an die Regeln halten und beispielsweise zu Hause bleiben.
Wir hier im Klinikum wurden auf die Versorgung von Corona-Patienten vorbereitet, egal ob examiniertes Personal oder ich als Krankenpflegeschüler. Seit einigen Wochen bin ich auf der Isolierstation im Einsatz und betreue unsere Patienten mit.
Wir sprechen gemeinsam über unsere Ängste, wir sehen den Wert unserer Arbeit und beobachten selbstverständlich, wie es unseren Kollegen z.B. in Spanien oder Italien geht. Große Zusammengehörigkeit fühlt man auf den verschiedenen Stationen und in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen. Wir als Klinikmitarbeiter sind überwältig von der Solidarität der Bevölkerung uns gegenüber.
Persönlich freut es mich sehr, dass ich meine Dankbarkeit für die Aufnahme in Deutschland mit meinem jetzigen Tun zurückgeben kann.
Lasst uns die Gesundheit aller als Ziel sehen und gemeinsam aufeinander Acht geben – „Wir schaffen das – und zwar alle gemeinsam!...“

 Bericht von Antenne Bayern am 06.04.2020

[...] Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2020

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